Nackt über die Wiesen. Xaver verschlingt seinen dritten Bergkrimi.

Also ehrlich, das hab ich nicht gewusst: dass man auch woanders als unterm Büroschreibtisch lesen kann! Zum Beispiel auf einer Daunenjacke oder – man glaubt es kaum – auch auf Reisen! Wenn das Buch nur spannend genug ist, dann geht das ganz leicht, und dieser Abgrund von Stefan König, der schafft's in Sachen Spannung mit links aufs Siegertreppchen!

Der Tobs Thanner, der hier die Hauptrolle spielt, ist Privatdetektiv. Jedenfalls versucht er das zu sein: Obwohl er am liebsten die ganze Zeit nur auf den Bergen rumklettern möchte, braucht er leider auch einen Job, wie das bei den Menschen halt so ist. Prompt bekommt er einen Auftrag: Ein Mann glaubt, dass seine Frau ihn betrügt, und will, dass Tobs ihr nachspioniert. Bloß gerät Tobs beim Nachspionieren in eine so fürchterliche Bredouille, dass ihm erst mal nix anderes übrigbleibt, als nackt über die Bergwiesen zu flüchten.

Ja, da schaut Ihr, was? Aber was soll man machen, wenn plötzlich jemand tot neben einem liegt und die Polizei schon an die Tür klopft? Da läuft man natürlich davon, ich als kleiner Hund versteh das sehr gut.
Die Polizei hat allerdings mit dem Verstehen mehr Schwierigkeiten als ich, und deshalb kann der Tobs nicht so schnell mit Flüchten aufhören. Zum Glück hilft ihm ein Typ auf einer Hütte, leiht ihm Kleider und sein Ohr, und während sie sich droben auf der Alm so ihre Gedanken über den Mord machen, macht sich die Polizei im Tal die ihren. Was dann dabei rauskommt und ob es Tobs gelingt, sein gefährliches Abenteuer gut zu überstehen, müsst ihr selber nachlesen.

Ich für meinen Teil kann Euch versprechen: Es lohnt sich!
Warum? Na, zum Beispiel weil alles so richtig realistisch beschrieben ist. Die Personen im Buch, das sind keine Übermenschen, sondern ganz normale Leute wie Ihr und ich. Darum kann man sich auch so gut mit ihnen identifizieren, vor allem mit dem geplagten Tobs (auch wenn ich persönlich noch nie nackt über eine Wiese gerannt bin, ich trage ja auch in Extremsituationen immer Pelz).
Außerdem dachte ich zwischendrin schon: Ha, hab ich dich! Nämlich den Täter. Aber ich hatte ihn gar nicht, da bin ich dem Stefan König und seiner verwickelten, zum Teil ziemlich abgründigen Geschichte ordentlich auf den Leim gegangen. Allerdings muss ich Euch sagen, wenn ein Buch so spannend geschrieben ist und einem so ein Tobs dermaßen ans Herz wächst, dann lässt man sich direkt gern an der Nase rumführen, bis hin zur Auflösung am Schluss!

Ach ja, bevor ich's vergess: Weil es so mir so gut gefallen hat, hab ich Euch dieses Buch in mein Nikolaussackerl gepackt, damit Ihr es gewinnen könnt! Und noch besser: Die Fortsetzung ist auch gleich mit dabei, die dürft Ihr sogar noch vor mir lesen, dabei bin ich schon sooo neugierig drauf, wie's mit dem Tobs weitergeht ...

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)