Ohne Sauerstoff und Powergel. Xaver auf dem Einödriegel.

Ich habe meine erste Expedition gestartet und wider Erwarten überlebt. Mitten im Hochwinter habe ich unter Auferbietung (fast) all meiner Kräfte den Einödriegel bestiegen. Inspiriert von Suzanne E. Maier und Thomas M. Hürzeler habe ich die Besteigung des 1121 m hohen Berges ohne Sauerstoff und sogar ohne Powergel gewagt.

Nach langer mentaler Vorbereitung startete das Abenteuer an der Talstation der Geißkopfbahn. Die massenhaft anwesenden Pistler habe ich als harter Expeditionshund natürlich mit Missachtung gestraft und bin profihaft in den Rucksack geklettert. Gleich zu Beginn warteten die ersten Schwierigkeiten. Wie Ihr sehen könnt, war die Aufstiegsspur extrem schmal und ausgesetzt und das Wetter spielte uns übel mit.

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 Ob der widrigen Bedingungen konnten wir den Gipfel nicht direkt ansteuern, sondern mussten eine Alternativroute über das Landshuter Haus nehmen. Sozusagen ein Mittagsbiwak. Glücklicherweise waren schon Bergsteiger vor uns da und haben für Wärme und Verpflegung gesorgt. Man sagte mir, diese Art Bergsteiger nennt sich "Wirtsleit". Ich nehme an, dass sind noch härtere Hund als ich.
 Auf jeden Fall waren sie trotz ihres eigenen Aufstiegs noch so fit, dass sie mich versorgen konnten.

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Anschließend hat man mich in schlechtes Licht gesetzt und fotografiert. Aber ich kann verstehen, dass jeder ein Andenken haben will, wenn mal eine echte Expedition vorbei kommt.

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Nach dieser Rast fühlten wir uns ausreichend akklimatisiert, so dass wir uns an den Gipfel wagen konnten. Und so ackerten wir uns durch meterhohe Schneemassen.

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Nur der andere vierbeinige Expeditionsteilnehmer hat völlig den Ernst der Lage verkannt und so getan, als ob das alles nur ein Riesenspaß wäre.

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Am Ende meiner Kräfte haben wir uns hochgearbeitet. Jeder Schritt wurde zu einer Herausforderung. Aber schließlich erreichten wir wenigstens ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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Nur noch wenige Stunden (Xaver-Time) und wir erreichten den Gipfel.

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Und dann kam die große Enttäuschung. Ich bestehe meiner erste Expedition - und was fehlt? Der Gipfelschnaps. Ich glaub, ich spinne. Pah! Da konnte ich nicht anders und hab mir flugs die Ski angeschnallt und bin auf der nahen Piste ins Tal gedonnert. Allein. Sollen sie doch da oben in der Wildnis versauern. So geht man nicht mit einem Xaver um. Basta!

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)