Zu Füßen des Matterhorns. Xaver bei den Schweizern.

Heute muss ich Euch unbedingt von meiner neusten großen Reise berichten, die mich in die Schweiz geführt hat. Wir waren mit dem Zug und dem Bus unterwegs, haben ab Bad Tölz 900 Höhenmeter bewältigt, unterwegs einen Haufen Nebel gesehen – speziell am Bodensee, der deshalb auch eher unsichtbar blieb – und waren nach neun Stunden am Ziel: in Grächen.

Grächen liegt oberhalb vom Mattertal auf 1600 hm, also gab's schon im Ort eine traumhafte Aussicht. Nachdem der Rest der Gruppe begrüßt war, ging es gleich zu unserer Hütte – etwas außerhalb, aber mit Ausblick. Und zwar aufs Matterhorn! Ich wollte es erst nicht glauben, aber ich konnte die Spitze des einzig wahren Schweizer Berges tatsächlich fast täglich sehen, und das sogar vom Frühstückstisch aus.

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Allerdings gibt's genau in der anderen Richtung beim Blick aus dem Küchenfenster einen fast noch tolleren Berg: das Bietschhorn. Im Laufe eines Tages und von einem Tag zum nächsten wechselt es die Farbe und ist „im neuen Licht" immer wieder sehr schön anzuschauen. Meine Mit-Urlauber nannten es den Toblerone-Berg. Ich glaube, auf dem Foto kann man erkennen, warum.

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Quasi neben dem Matterhorn hatte man das beeindruckende Weißhorn vor Augen, immerhin 4505 m hoch (also etwa 30 m höher als das Matterhorn). Großartig, wenn da morgens langsam die Sonne um die Ecke kommt. 

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Großartig war aber auch die Truppe meiner Mit-Urlauber, die „No Friends on Powder Days". Einige von denen haben sich sehr um mein Wohl gekümmert, und praktisch überall durfte ich kuscheln.

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Nur der Schweizer Skilehrer wollte nicht so richtig von mir abgeknutscht werden ... 

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Am zweiten Tag bekamen wir die volle Breitseite Sonne ab, da bin ich dann mit auf die Piste. Ulla hat mir ein paar tolle Aussichtsstellen gezeigt, die sogar seit neuestem mit Bänken zum Entspannen ausgestattet sind – dieses Angebot hab ich natürlich sofort genutzt. 

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Aber eigentlich wollten wir ja Ski fahren. Ich, nicht faul, habe es auch mal probiert ... 

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... aber so nah am Schnee wurde es dann doch schnell ungemütlich kalt, da bin ich lieber wieder in die Jacke.

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Mittags war dann Abhängen in der Schnööbar angesagt. Und da man ja viel trinken soll beim Sport, habe ich das dort ausgiebigst nachgeholt, auf der Piste hat man ja nicht so die Gelegenheit. 

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Cool fand ich die ganzen frisch gespurten Pisten, habe da mal meine Tatzen hinterlassen – und kam mir fast ein bisschen vor wie ein Star in Hollywood ...

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Dort habe ich dann auch einen der Gipfel von Nahem gesehen, nämlich das Seetalhorn direkt über mir, immerhin schon über 2500 m hoch! Leider kann man da im Winter nicht einfach so raufklettern.

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Das Tollste beim Hochfahren waren die Märchengondeln. Etwa in jeder siebten Gondel hat eine Stimme aus dem Off ein Märchen erzählt – das verkürzt die gefühlte Fahrzeit selbstverständlich enorm! Sogar der Eingang für die Gondeln war entsprechend dekoriert, genial! Ich kenne jetzt wieder ein paar neue Märchen, jedenfalls in der Zehn-Minuten-Version, sie müssen ja genau in die Fahrzeit passen! 

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 Wenn ich mal keine Erzählgondel erwischt habe, habe ich „Anstarren" geübt. Als harter Hund musst du schließlich in Übung bleiben – und diese Skibrillen sind wirklich gut dafür geeignet! 

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Nachmittags beim Après-Ski im Restaurant Bärgji gab's oft so ein seltsames Getränk; es nennt sich Bärgji-Kaffee, aber nach einem oder zwei Gläsern wurde es irgendwie immer lauter und lustiger im Restaurant ... Ich musste das leckere Zeug dann natürlich auch mal testen, und ich glaub fast, da war noch irgendwas anderes drin als Kaffee, denn das Matterhorn fand ich plötzlich ganz furchtbar komisch! 

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Von den abendlichen Partys darf ich hier leider keine Fotos posten, keine Ahnung warum, dabei hatte ich so einen tollen Aussichtspunkt und konnte diverse Tänzer beobachten, die ganz außerordentliche Showeinlagen zum Besten gaben, ich kann Euch sagen! 

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Bei zwei oder drei solchen Abenden kam da schon einiges zusammen. Auch an Bier ... 

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Fast hätte ich ja noch eine echte Schweizer Bommelmütze gekriegt, aber leider war sie etwas zu groß, also bin ich bei meinen schicken Mützen mit perfekt angepassten Ohrlöchern geblieben ... 

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... und fuhr nach meinem eidgenössischen Abenteuer am Fuße des Matterhorns zufrieden wieder nach Hause!

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)