Xaver Xtreme. Beim IMS in Brixen. Teil 2

Teil 2

Gut ausgeruht kann ich Euch jetzt weitererzählen, wer mir beim IMS alles begegnet ist und was für unglaubliche Dinge sich da zugetragen haben! Ihr haltet Euch besser schon mal fest, denn unter anderem hab ich bei der Wanderung auf die Pfannspitze, dem sogenannten IMS Walk, Hansjörg Auer persönlich kennengelernt.

Hansjörg Auer, das ist der wahnsinnig sympathische Kletterer aus dem Ötztal, der vor einigen Jahren Free Solo – also ohne Seil – die Route „Der Weg durch den Fisch" an der Marmolada geklettert ist. Seit etlichen Jahren gehört er zu den weltbesten Kletterern und geht ein- bis zweimal im Jahr auf Expedition. Seinen Vortrag beim diesjährigen IMS hielt er über seine Kletterabenteuer auf Baffin Island – Ihr wisst schon, wo auch der Peter neulich war. Echt beeindruckend, der Hansjörg. Ich glaube, der weiß ganz genau, wie sich ein „Flow" anfühlt.

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Und Catherine Destivelle weiß das auch. Sie war ebenfalls mit uns auf der Pfannspitze. Die hübsche Französin war in den 90er-Jahren das Nonplusultra der weiblichen Kletterszene. Ihren Vortrag haben sich Johanna und ich auch angeschaut. Das war total spannend und inspirierend. Ich will jetzt auch richtig klettern lernen! Wie ein Gecko will ich nach oben. Hoffentlich wird das was ... Es muss ja nicht gleich ein Free Solo sein.

Stefan Glowacz und David Lama waren auch beim IMS. Beide supernett! Zu Stefan erzähle ich Euch eine kurze Anekdote: Der Typ kann nicht nur richtig gut klettern, sondern auch ausdauernd feiern. Da er nach ein paar Glaserl Wein das Auto natürlich stehen lassen musste, hat er – pssst, nicht weitersagen – einfach im Forum Brixen in einem Zelt, das ein Sponsor aufgestellt hatte, geschlafen. Bis die Putzkolonne kam.

Wen ich noch ganz vergessen hab zu erwähnen: Meine neuen Bergspezis Pauli Trenkwalder und Hubert Eisendle. Die zwei Südtiroler Bergführer haben sich beim Mittagessen auf der Plose derart nett mit mir unterhalten, dass ich sie vielleicht im Sommer anschreibe, ob sie mich nicht mal an die Zinnen mitnehmen. Wie wär's, Pauli, du im Vorstieg, ich im Rucksack? Oder Hubert, du vorne weg und ich hinterher? Ich würde mich sooooooo freuen!!! Ihr könnt mich gerne über Facebook kontaktieren, dann packt mich Frauchen in meine Hundekiste, und ab geht die Post nach Südtirol!

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Kein IMS ohne Messner, eh klar. Ich bin ihm gleich mehrmals über den Weg gelaufen und habe ihm eifrig zugehört. Ich mag den Mann. Und ich bewundere ihn. Für seine Leistung. Und da meine ich jetzt nicht „nur" das Bergsteigerische, sondern auch seine Museen, ach, die ganze Lebensleistung eben. Und wie der reden kann! So geschliffen und spannend. Um ihn herum ist immer ein Rummel. Da wo gaaaanz viele Menschen stehen, wo sich eine Traube bildet, da ist Messner. Angesprochen hab ich ihn allerdings nicht. Der war zu beschäftigt und ich zu scheu. Xaver, mal schüchtern!

Richtig cool fand ich, dass mich beim Wandern gleich zwei Menschen angesprochen haben, die ich über twitter „kenne". Und zwar @JeeperMTJ und @Wuesten_Maus. So ein Spaß! Sich auch im realen anstatt bloß im digitalen Leben zu treffen, ist schon schön. Hoffe, wir sehen uns wieder. Tun wir, oder?

Mein absolutes Highlight war – das zum Abschluss – die Mountain Xtreme Night. Bene Böhm, Stefan Glowacz, David Lama, Silvia Vidal und Alexander Polli saßen auf der Bühne. Silvia Vidal, das muss man sich mal vorstellen, war vor gut einem Jahr alleine (!!!) 32 Tage in einer Big Wall. Ohne Handy, ohne Radio, ohne Anschluss an die Welt. Das kann sich ein Bürohund wie ich ja gar nicht vorstellen. Die zierliche Katalanin hat mich echt in ihren Bann gezogen. Und Alexander Polli erst. Aber bevor ich mir hier den Mund fusselig rede, ähem, die Pfoten wund schreibe, seht selbst, was sich über 10 Millionen Menschen auf Youtube schon angeschaut haben:
http://www.youtube.com/watch?v=8L8UCfxmtSw
Na, seid Ihr so sprachlos wie ich? Und eben dieser Wingsuit Crack war auch beim IMS in Brixen. Eine Zahl, die man hier vielleicht nennen sollte: Gerade einmal sieben Meter war das Loch breit, durch das Polli da wie eine Fledermaus gedüst ist. Und das mit 240 km/h. Irgendwo in der Nähe von Barcelona war das. Ich krieg jetzt noch feuchte Pfoten, wenn ich nur daran denke. Polli ist halb Italiener und halb Norweger, lebt aber in den USA. Auf der Bühne war er der Star des Abends. Also wirklich, der hat's drauf. Ich hab mich im Publikum mal umgeschaut. Die Mädels waren alle hin und weg. Tja, mich wundert's nicht.

Ich könnte hier noch viel erzählen, aber ein paar Sachen darf ich noch nicht verraten, weil Johanna noch darüber schreiben wird und weil ein paar Dinge auch einfach unter uns Bergspezis bleiben (vor allem die Gespräche an der Bar - hihi).

Johanna, vielen Dank, dass du mich zu diesem Mega-Event mitgenommen hast!
Wie steht es so schön auf dem IMS-Folder hinten drauf?
„Together we climb mountains!"

Euer Xaver Xtreme :-)

PS: Johanna konnte vor allem abends mit ihrer kleinen Kamera keine guten Fotos machen. Daher hab ich mir ein paar von der offiziellen Seite des IMS „geklaut". Die Fotografen waren entweder Manuel Ferrigato, Piotr Drozdz oder Jürgen Kössler.

Mehr Fotos gibt es hier zu bestaunen:
http://www.ims.bz/de/home/ims/photo-gallery.html
http://www.ims.bz/de

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)