Xaver in Bad Tölz

Nach einigen Fernreisen bin ich dieses Mal in Oberbayern geblieben und mit Ulla von Stadt Land Luft aus Bad Tölz losgezogen – dieses Städtchen ist wirklich eine Reise wert!


Nach meiner Ankunft habe ich gleich den Spätnachmittag genutzt, um mir einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Das geht sehr gut vom Kalvarienberg aus, wo ich als Erstes gleich die Isar erspäht habe (das Angebot, mit einem Boot drauf zu fahren, habe ich allerdings abgelehnt, ist doch eher was für den Sommer). 

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Es ist ja auch ein richtiger Berg, komplett mit Kreuz und allem. Und heute war die Sicht ganz gut. Auf einer Hinweistafel konnte ich sogar sehen, wie die Berge im Isarwinkel Richtung Lenggries und dahinter so heißen, alle kennt die Ulla nämlich nicht. Damit ich mit meinen nicht ganz so langen Beinen nicht ganz so lange unterwegs bin, gab es für mich einen gemütlichen Platz im Rucksack. Das war gut so, denn Bad Tölz ist ganz schön bergig, sobald man das Isarufer verlässt. Und es gibt ganz furchtbar viele Treppen, da tu ich mich immer ein bisserl schwer. Aber schön ist es; die Innenstadt mit ihren bemalten Häusern hat mir auch gut gefallen.

Globetrotter

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Abends durfte ich dann noch das eine oder andere Buch über die Berge und die Isar angucken, und ich musste wieder mal feststellen: So sind die Berge ziemlich bequem zu erforschen. Die Ulla hat aber gleich gesagt, dass wir sicherlich nicht alle Touren ablaufen können, die ich da so entdecke. Schade!

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Da Ulla arbeiten musste und dafür an die Amper gefahren ist, habe ich es mir im Auto bequem gemacht. Besser mit dem Auto gefahren werden, als zu Hause hocken bleiben, oder? Eigentlich hätte ich auf der Rückfahrt sogar die Zugspitze sehen können, aber leider war es so neblig, dass es nicht geklappt hat. Egal, ich merke mir die Stelle auf der A96 und hoffe, dass ich dort mal bei gutem Wetter vorbeikomme.

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Wir haben dann noch für die Bockerlfahrt am nächsten Tag Vorbereitungen getroffen, ich muss da nämlich einen Helm tragen. Na ja, war gar nicht so einfach, etwas Passendes zu finden. Aber danach durfte ich schon mal auf so einem Bockerl Probe sitzen. Bequem, bloß damit dann den Berg runtersausen? Ich bin schon sehr gespannt, was mich da erwartet.

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Als die Ulla abends ihren Computer für eine Weile allein gelassen hat, habe ich schnell auf Facebook meine Seite aktualisiert, muss ja bei einem Bürohund auch immer mal wieder sein.
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Am nächsten Tag ging's wieder raus auf die Berge, bzw. auf einen, den Blomberg. Es gäbe ja auch einen Sessellift, aber es hieß, wir wollen zu Fuß gehen. Das war echt anstrengend! Wenigstens gab es zwischendurch frisches Wasser aus einem Brunnen. Gar nicht so einfach, daraus zu trinken, nur gut, dass mein Helm ein Multifunktionshelm ist!

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Glücklicherweise saß ich dann doch fast die ganze Strecke wieder im Rucksack, denn wie gesagt: Meine Beine sind für ausgedehnte Wanderungen schon ein bisschen kurz.
Nach 500 Höhenmetern gab es im Blomberghaus erst mal eine heiße Schokolade , damit wir gestärkt würden aufs Bockerl steigen können. Das mit der tollen Aussicht war heute leider nicht so der Fall, es musste wieder eine Tafel reichen, die die angeblich hier herumstehenden Berge zeigt – also will ich jetzt mal glauben, dass ich die normalerweise alle von dort aus sehen kann.

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Aber dass ich nicht einmal das Gipfelkreuz besichtigen konnte? Ulla hat halt gesagt, das steht viel niedriger und an einer anderen Stelle, von daher sind wir wegen des fiesen Wetters heute nicht mehr hingegangen.
Doch dann kam dafür ein richtiges Highlight! Zuerst mussten wir uns ordentlich anziehen: Helm, Schutzanzug, und für die Ulla auch noch Handschuhe. Das alles sollte uns gegen Matsch und Steinchen abschirmen – und in unserem Fall auch gegen den Regen, der leider immer noch mit von der Partie war. Als Nächstes hieß es überlegen, wo ich am liebsten sitzen möchte: vorne auf dem Bockerl oder direkt vor Ullas Bauch. Für Letzteres hatten wir uns entschieden, ehe ich nach ein paar Metern doch wieder in den Rucksack mit Sicht nach hinten umgestiegen bin: Vorne wurde es nämlich ganz furchtbar matschig. Ich habe mir nachher mal die Hose und den Rucksack von unten angeguckt, dafür ist mir mein Fell wirklich zu schade.

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Jedenfalls war's dann endlich so weit, und wir rauschten los. Wau, diese Kurven!!! Ich sag Euch, es ging dahin wie auf der Achterbahn, und es hat riesigen Spaß gemacht, so nah am Boden durch den Wald zu sausen, fast als wäre ich ein Superhund mit Supernase! Tja, da waren wir schon deutlich schneller als bergauf.
Von diesem Geschwindigkeitsrausch muss ich mich jetzt erst mal wieder etwas erholen, bevor es weitergeht. Aber hierher nach Tölz will ich unbedingt noch mal – zum Beispiel im Sommer, damit ich in der Isar paddeln und außerdem überprüfen kann, ob auch wirklich alle Berge da sind!

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)